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Linke sieht sich als politisches Korrektiv

Der Thüringer Spitzenkandidat der Linken, Bodo Ramelow jubelt über das Wahlergebnis. Auch im Saarland freute sich die Linke über ihr Ergebnis von 21,3 Prozent.Großansicht
Berlin (dpa) - Die Linke sieht sich nach den drei Landtagswahlen vom Sonntag als politisches Korrektiv in Deutschland. «Deutschland hat einen Korrekturfaktor namens "Die Linke" bundespolitisch zu akzeptieren», sagte Fraktionschef Gregor Gysi am Montag dem Fernsehsender N24.

Am Mittag wollte die Partei mit ihren Spitzenkandidaten Bodo Ramelow (Thüringen), Bundesparteichef Oskar Lafontaine (Saarland) und André Hahn (Sachsen) in Berlin eine Bilanz des Wahlausgangs ziehen. Die Linke reagierte erneut verständnislos auf die Haltung der SPD, in Thüringen keine Koalition unter einem Ministerpräsidenten der Linken zu akzeptieren.

Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch sagte im Südwestrundfunk: «Die Linke hat in Thüringen ganz klar vor der SPD gesiegt. Und da geht der Auftrag selbstverständlich an uns.» Man sollte sich vorstellen, die Linke wolle mit Lafontaine dort den Ministerpräsidenten stellen, obwohl sie schwächer sei als die SPD. «Jeder würde sagen, die haben sie nicht alle, und genauso sage ich das in Thüringen. (...) Das wird die Linke nicht mit sich machen lassen.»

Ramelow warnte die Thüringer SPD vor einer Koalition mit der CDU. Sie müsse deutlich machen, ob sie eine reformorientierte Landesregierung mit bilden oder der «Steigbügelhalter von (Ministerpräsident) Dieter Althaus» sein wolle, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Dass die SPD keinen Ministerpräsidenten der Linken akzeptiere, sei eine «Form der demokratischen Unkultur».

Wahlen / Landtag / Kommunen / Linke
31.08.2009 · 12:16 Uhr
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