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Linke fordert Aufklärung über Luxemburg-Leichnam

Rosa LuxemburgGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Spitze der Linkspartei hat gefordert, die Unklarheiten um den Leichnam von Rosa Luxemburg (1871-1919) aufzuklären: «Wir verlangen eine vollständige Aufklärung unter Verantwortung des Bundespräsidenten und der Bundesregierung».

«Die gesamte Bevölkerung hat darauf Anspruch, da die 1919 mit Karl Liebknecht ermordete Rosa Luxemburg eine herausragende Persönlichkeit der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung war», erklärten Linke-Partei- und Fraktionschef Oskar Lafontaine, der zweite Linke-Vorsitzende Lothar Bisky und Co-Fraktionschef Gregor Gysi in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charité, Michael Tsokos, glaubt, die tatsächliche Leiche der ermordeten Sozialistin Rosa Luxemburg gefunden zu haben. Dafür sprächen mehrere Indizien. Ein endgültiger wissenschaftlicher Beweis war wegen fehlender DNA-Spuren Luxemburgs jedoch bislang nicht möglich. Tsokos ist sich außerdem sicher, dass es sich bei dem Körper, der 1919 als Luxemburgs Leichnam auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde beerdigt wurde, nicht um die einstige KPD-Führerin handelt. Das habe die Auswertung des historischen Obduktionsprotokolls ergeben. Auch die Gewerkschaft ver.di an der Charité verlangte eine unverzügliche Aufklärung und im Falle der Echtheit der Leiche eine «ehrenhafte Bestattung».

Wissenschaft / Geschichte / Linke
01.06.2009 · 11:06 Uhr
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