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Libyens umkämpfter Öl-Hafen Al-Brega

Berlin (dpa) - Die umkämpfte libysche Industriestadt Al-Brega hat entscheidende Bedeutung im Ringen zwischen Diktator Muammar al-Gaddafi und den Aufständischen im Osten des Landes. Wer den Ort beherrscht, kontrolliert einen Großteil der libyschen Erdöl-Exporte.

In den vergangenen Tagen versuchten Gaddafi-treue Einheiten mehrfach mit Luftangriffen und Bodentruppen die Kontrolle über die Industrieanlagen zurückzugewinnen.

Die aus einem Fischerdorf hervorgegangene Hafenstadt an der Mittelmeerbucht Große Syrte ist seit 50 Jahren der wichtigste Ort für Libyens Öl-Handel. 1961 wurde von hier erstmals Erdöl verschifft, das in Pipelines aus den Fördergebieten in der libyschen Wüste zu den neu gebauten Hafenanlagen transportiert wurde.

Inzwischen werden in Al-Brega jährlich etwa 300 Tanker und andere Frachtschiffe abgefertigt. Sie transportieren Erdöl, petrochemische Produkte und andere Güter. Im Öl-Hafen gibt es große Werften, eine bedeutende Raffinerie, Erdgasverflüssigungsanlagen und verschiedene Chemiewerke.

Die Stadt mit rund 13 000 Einwohnern liegt strategisch wichtig an der Hauptküstenstraße, die Libyens Hauptstadt Tripolis mit der zweitgrößten Stadt Bengasi verbindet. Al-Brega liegt etwa 200 Kilometer von Bengasi entfernt, das von der Opposition gehalten wird.

Unruhen / Libyen
05.03.2011 · 13:50 Uhr
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