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Libyens Aufständische wollen keine US-Hilfe

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Bengasi/Dubai (dpa) - Der Vorsitzende der libyschen Übergangsregierung, Mustafa Abdul Dschalil, will weder militärische noch andere Hilfe von den USA.

Der ehemalige Justizminister, der sich den Aufständischen angeschlossen hatte, sagte am Sonntagabend in einem Interview mit dem TV-Sender Al-Arabija: «Wir wollen keine ausländischen Soldaten hier.»

Abdul Dschalil wird von einem großen Teil der Aufständischen, die inzwischen den gesamten Osten Libyens unter ihrer Kontrolle haben, als Vorsitzender der am Samstag gegründeten Übergangsregierung akzeptiert. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Sonntag erklärt, Washington «streckt die Hand in Richtung jener vielen verschiedenen Libyer aus, die sich im Osten (Libyens) organisieren.» Es sei aber noch zu früh, eine Übergangsregierung anzuerkennen.

Am Montag gingen in der westlichen Stadt Misrata die Kämpfe zwischen den Aufständischen und den Truppen von Staatschef Muammar al-Gaddafi weiter. Das berichteten Einwohner der Stadt. Die Opposition meldete, es habe auch in der Stadt Gadames erstmals Anti-Gaddafi-Demonstrationen gegeben. Die Demonstranten hätten auch Slogans gegen den Sohn des Staatschefs, Saif al-Islam, gerufen. Die Aufständischen befürchten, dass Gaddafis Truppen versuchen könnten, die 40 Kilometer von Tripolis entfernte Stadt Al-Sawija zurückzuerobern, die am Wochenende von den Gaddafi-Gegnern «befreit» worden war.

Unruhen / Libyen
28.02.2011 · 10:44 Uhr
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