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Libyen: Weiterhin schwere Gefechte in Tripolis

Tripolis (dts) - Nach der Erstürmung der Residenz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi haben sich Rebellen und Gaddafi-Kämpfer weiter schwere Gefechte in Tripolis und anderen Orten geliefert. Die Rebellen sprachen zwar von einer "leicht verbesserten" Sicherheitslage. Doch in dem Militärkomplex Bab al Asisija, der Muammar al-Gaddafi als Hauptquartier gedient hatte und den die Regimegegner am Dienstagabend eingenommen hatten, sind sie am Mittwoch immer wieder unter schweren Beschuss geraten.

Zudem sollen sich in der Umgebung von Tripolis Heckenschützen verschanzt haben. Wie ein Sprecher der Aufständischen sagte, sei Tripolis zu 90 bis 95 Prozent in den Händen der Rebellen. Drei Stadtteile würden noch von Kämpfern Gaddafis kontrolliert. Unterdessen geht die Suche nach Gaddafi weiter, dieser hatte in der Nacht zum Mittwoch in einer Audiobotschaft einen Kampf "bis zum Märtyrertod oder Sieg" angekündigt. Die Rebellen haben indes ein Kopfgeld in Millionenhöhe für die Ergreifung Gaddafis ausgesetzt. Wie der Chef des Nationalen Übergangsrats der libyschen Rebellen, Mustafa Abdel Dschalil, erklärte, haben Geschäftsmänner zwei Millionen libysche Dinar, etwa 1,2 Millionen Euro, für Gaddafi versprochen. Ob der Staatschef tot oder lebendig ausgeliefert werde, spiele dabei keine Rolle.
Libyen / Proteste / Weltpolitik
24.08.2011 · 22:12 Uhr
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