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Libyen: Saif al Islam nicht in Hand der Rebellen

Tripolis (dts) - Entgegen ursprünglichen Berichten ist der zweitälteste Sohn von Muammar al-Gaddafi, Saif al Islam, doch nicht von den Rebellen festgenommen worden. In der Nacht zum Dienstag zeigte er sich überraschend vor einem Hotel in Tripolis, das von ausländischen Journalisten bewohnt wird. Der Sohn von Machthaber Gaddafi lud die Journalisten zu einer Fahrt durch die Stadt in seinem Konvoi ein.

"Ich bin gekommen, um die Lügen zu widerlegen", sagte Saif al Islam. Zudem betonte er, dass die Stadt weiter von der Regierung kontrolliert werde. Auch Gaddafis ältester Sohn Mohammed sei nicht mehr in Hand der Rebellen. Er sei seinen Bewachern entkommen, bestätigte ein ranghoher Vertreter der Aufständischen in Bengasi. Das Schicksal des dritten Bruders Al Saadi, von dem behauptet worden war, dass er gemeinsam mit Saif al Islam gefasst worden war, ist bislang unklar. Zuvor hatten die Aufständischen die Festnahme von Saif al-Islam gemeldet. Er wird ebenso wie sein Vater und dessen Schwager, Geheimdienstchef Abdulah Senussi, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht. Unterdessen gingen die Kämpfe um das Gaddafi-Hauptquartier in Tripolis weiter. Die Rebellen werden dabei von NATO-Kampfflugzeugen unterstützt. Sie bombardierten den Gebäudekomplex in der Nacht. Weiterhin unklar ist, ob sich Muammar al-Gaddafi dort aufhält.
Libyen / Militär / Weltpolitik
23.08.2011 · 07:29 Uhr
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