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Libyen-Konferenz plant Zukunft nach Gaddafi

Paris (dpa) - Zahlreiche Staats- und Regierungschef haben in Paris auf der bislang größten Libyen-Konferenz Beratungen über die Zukunft des Landes begonnen. Die Staatengemeinschaft will gemeinsam mit dem libyschen Übergangsrat den Grundstein für ein demokratisches Libyen ohne Gaddafi legen.

Die Führung der neuen Machthaber soll darlegen, welche Hilfen besonders dringend benötigt werden. Aus Berlin reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Sie hat bereits deutsche Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt.

Der Neuanfang soll zum großen Teil aus den Milliarden finanziert werden, die Gaddafis Familie ins Ausland geschafft hat. Die Gelder waren zunächst eingefroren worden, um Druck auf Gaddafi auszuüben und werden nun nach und nach freigegeben.

Unter den Teilnehmern der Konferenz waren rund 30 Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter zahlreicher weiter Staaten, darunter US-Außenministerin Hillary Clinton, Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sowie der jordanische König Abdullah II. Als äußerst wichtig galt, dass auch Länder wie Russland, China und Algerien Vertreter nach Paris schickten. Sie waren dem internationalen Militäreinsatz gegenüber stets sehr kritisch eingestellt.

Der libysche Übergangsrat wurde durch seinen Vorsitzenden Mustafa Mohammed al-Dschalil sowie Regierungschef Mahmud Dschibril vertreten. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie die Chefs von Organisationen wie Nato, Arabischer Liga, Afrikanischer Union und Organisation der Islamischen Konferenz kamen nach Paris. Initiiert hatten die Konferenz Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron.

Konflikte / International / Libyen / Frankreich
01.09.2011 · 19:11 Uhr
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