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Libyen: Gaddafi will sich offenbar nach Südafrika absetzen

Tripolis (dts) - Der bedrängte libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi will sich nach Angaben der arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" nach Südafrika absetzten. Gaddafi sei krank und wolle das Land verlassen, um sich medizinisch versorgen zu lassen, erklärte Gaddafis Büroleiter Salih nach jüngsten Gesprächen in Mauretanien. Wie die Zeitung weiter berichtet, will Gaddafi den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma gebeten haben, ihn und seine Familie aufzunehmen.

Außerdem soll der Machthaber angeblich Kontakt zu französischen und britischen Spitzenbeamten aufgenommen haben, um eine sichere Ausreise zu garantieren. Indessen sind die Rebellen in den vergangenen Tagen weiter nach Tripolis und Sirte vorgerückt. Hier befinden sich die Hochburgen der Gaddafi-Anhänger. Allerdings mussten sie dabei hohe Verluste hinnehmen. Gaddafis Truppen würden in der Stadt Al-Sawija, 50 Kilometer westlich von Tripolis, nach wie vor erheblichen Widerstand leisten, berichten Medien der Aufständischen am Mittwoch. Der Nationale Übergangsrat der libyschen Rebellen kündigte unterdessen an, er werde seine Macht spätestens acht Monate nach dem Sturz des Machthabers abgeben, da er nicht gewählt sei, erklärte der Präsident des Gremiums, Mustafa Abdel Dschalil.
Libyen / Proteste / Weltpolitik / Militär
17.08.2011 · 14:26 Uhr
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