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Libyen: Gaddafi setzt offenbar Sreumunition ein

Tripolis (dts) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Truppen von Diktator Muammar al-Gaddafi vorgeworfen, international geächtete Streubomben einzusetzen. Wie die Menschenrechtler erklärten, hätten die Truppen im Kampf um die Stadt Misrata in mindestens drei Fällen Granaten mit Streumunition auf Wohngebiete abgefeuert. Nach Angaben der Rebellen sollen Streubomben schon seit gut einer Woche eingesetzt werden.

Indes wies die libysche Führung den Einsatz solcher Munition als "surreal" zurück. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton sagte am Freitag auf einer Nato-Konferenz in Berlin, dass sie nichts über den Streubomben-Einsatz wisse, allerdings sei sie auch nicht überrascht darüber, "was Gaddafi und seine Truppen tun". Bomben mit Streumunition richten besonders großen Schaden an, bei der Explosion verteilen sich unkontrolliert viele kleine Sprengsätze. Besonders beim Einsatz in Wohngebieten ist daher die Gefahr groß, dass Zivilisten zu Opfern werden.
Libyen / Weltpolitik / Gewalt / Proteste
16.04.2011 · 10:20 Uhr
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