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Libyen: Gaddafi fordert UN-Untersuchung des Aufstands

Tripolis (dts) - Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi will offenbar Beobachter der Vereinten Nationen oder der Afrikanischen Union ins Land lassen, um den Aufstand gegen sein Regime untersuchen zu lassen. Gaddafi führe nach eigener Aussage einen Kampf gegen den Terrorismus, zudem beklagte er die mangelnde Unterstützung aus dem Ausland. Auch die Möglichkeit der Ausweitung eines Heiligen Krieges über den gesamten Mittelmeerraum schloss der libysche Staatschef nicht aus: "Dann würde es einen islamischen Dschihad direkt vor Euch geben", so Gaddafi.

Allerdings werde er einem Ermittlerteam ungehinderten Zugang garantieren, hieß es. Gaddafi wies die Angaben von Menschenrechtsorganisationen zurück, wonach bereits rund 6.000 Menschen bei den Unruhen ums Leben gekommen seien. Auch dass die Regierungstruppen auf Zivilisten geschossen hätten, dementierte Gaddafi. Indes gehen die Kämpfe in Libyen weiter. Am Sonntag wurden Medienberichten zufolge erneut Schüsse in der Hauptstadt Tripolis registriert. Bislang sei unklar, woher die Schüsse kamen oder wer sie abgefeuert hat.
Libyen / Weltpolitik / Proteste / Gewalt
06.03.2011 · 09:02 Uhr
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