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Leyen wirbt für Gentests an Embryonen

Karlsruhe (dpa) - Die CDU-Spitze ist in der Frage der Gentests an Embryonen gespalten. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen warb am Dienstag auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe für die Präimplantationsdiagnostik (PID).

«Wenn ein sehnsüchtiger Kinderwunsch von solch einer erblichen Belastung überschattet wird, dann kann die PID das Ja zum Kind stärken. Deshalb bin ich für eine Zulassung der PID in engen Grenzen», sagte sie. Das Verfahren «kann Totgeburten und spätere Abtreibungen vermeiden helfen».

Dagegen warnte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), den Schutz des Lebens zu relativieren. «Wenn wir nicht wollen, dass am Leben experimentiert wird, dann dürfen wir hier und heute die PID nicht zulassen», sagte Kauder. «Wir machen eine Tür auf und wissen nicht, was nach der Tür kommt.» Saar-Ministerpräsident Peter Müller machte den Vorschlag, sich für ein Verbot auszusprechen, aber die Frage nach dem staatlichen Strafanspruch zu stellen.

Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen auf Erbkrankheiten untersucht, bevor sie in den Mutterleib eingepflanzt werden. Sie können aussortiert werden, wenn eine Fehlgeburt oder die Geburt eines behinderten Kindes droht.

Parteien / CDU / Parteitag / Gentests
16.11.2010 · 12:30 Uhr
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