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Leiter des italienischen Flüchtlingsrates kritisiert Abkommen mit Libyen

Rom (dts) - Das seit Mitte Mai geltende "Flüchtlings-Rückführungsabkommen" zwischen Italien und Libyen sorgt weiter für Kritik. Christopher Hein, Leiter des italienischen Flüchtlingsrates, warnte in einem Interview im Deutschland Funk vor einer Verschiebung des Problems. Die Menschen würden früher oder später versuchen, über andere Länder in die EU zu gelangen, sagte Hein. Die Lage in den Auffanglagern in Libyen sei menschenunwürdig. Zudem habe das Land die UNO-Flüchtlingskonvention noch immer nicht unterzeichnet. Auch Organisationen wie "Pro Asyl" oder Amnesty International hatten das italienisch-libysche Abkommen scharf kritisiert und legale Möglichkeiten zur Einreise in die EU gefordert. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks ist die Zahl der Bootsflüchtlinge in diesem Jahr stark zurückgegangen. Während 2008 mehr als 67.000 Menschen an den europäischen Küsten landeten, waren es in der ersten Hälfte dieses Jahres nur noch rund 15.700 Personen.
Italien / Libyen / Flüchtlinge
10.08.2009 · 10:39 Uhr
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