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Leipziger Geiselnehmer fühlte sich nicht ernst genommen

Leipzig (dts) - Der gestern festgenommene Leipziger Geiselnehmer ist offenbar krank und habe sich von seinen behandelnden Ärzten und anderen Institutionen nicht ernst genommen gefühlt. Zudem wollte er auf eine fehlerhafte ärztliche Behandlung aufmerksam machen, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft und hat bereits gestern in einer ersten Vernehmung die gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe gestanden. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig hat heute gegen den 41-Jährigen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der Geiselnahme in 19 Fällen und des unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe erlassen. Bei der Geiselnahme wurde keine der Geiseln verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Geiselnehmer zu Beginn mindestens 19 Personen in seiner Gewalt. Die Ermittlungen dauern noch an.
DEU / SAC / Polizeimeldung / Kriminalität / Gewalt / Justiz
16.06.2010 · 16:02 Uhr
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