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Leiche auf Golfplatz vermutlich Kurdin aus Detmold

Beamte der Spurensicherung auf dem Golfplatz im schleswig-holsteinischen Großensee. Foto: Daniel BockwoldtGroßansicht

Großensee/Detmold (dpa) - Die wegen einer unerwünschten Liebesbeziehung vermutlich von ihren Geschwistern verschleppte Arzu Ö. ist wahrscheinlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Detmold gehen davon aus, dass es sich bei einer am Freitag in Schleswig-Holstein gefundenen Frauenleiche um die 18-Jährige Kurdin aus Detmold handelt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Frau sei eines gewaltsamen Todes gestorben. Darauf deuteten das Obduktionsergebnis und weitere Ermittlungsergebnisse hin. Arzu Ö. war vor zweieinhalb Monaten verschleppt worden. Tatverdächtig sind ihre fünf Geschwister, die wenig später in Untersuchungshaft kamen, zu den Vorwürfen jedoch bislang schwiegen.

Die Geschwister sollen Arzu am 1. November aus der Wohnung ihres Freundes in Detmold verschleppt haben. Sie sitzen alle in Haft. Die Familie jesidischen Glaubens missbilligte die Beziehung der Tochter zu dem Andersgläubigen. Die Geschwister, vier Brüder und eine Schwester, haben bislang Angaben zum Verbleib ihrer Schwester verweigert.

Nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck ergaben die bisherigen Ermittlungen, dass die 18-Jährige nicht am Fundort getötet wurde. Am Freitagmorgen hatte ein Angestellter eines Golfplatzes in in Großensee (Kreis Stormarn) in einem Gebüsch zwischen Golfplatz und einem benachbarten Wirtschaftsweg die Leiche entdeckt.

Kriminalität / rpt rpt rpt
14.01.2012 · 19:22 Uhr
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