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Laridschani skeptisch über Atom-Gesprächsangebot

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Teheran (dpa) - Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani ist von dem neuesten Gesprächsangebot der internationalen Verhandler im Atomstreit nicht überzeugt.

«Wenn sie mit ihrem früheren Kurs weitermachen oder sich durch Drohungen Vorteile verschaffen wollen, dann gäbe es keinen Fortschritt», sagte der frühere Atom-Chefunterhändler der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA. Laridschanis Aussagen deuten nach Ansicht von Beobachtern darauf hin, dass der Iran einen Stopp der umstrittenen Urananreicherung, eine zentrale Forderung der Verhandler, weiterhin ablehnt.

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA) sowie Deutschland hatten am Dienstag über die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ihre Verhandlungsbereitschaft erklärt. Ashton schrieb im Auftrag der sechs Staaten an Chefunterhändler Said Dschalili. Zeitpunkt und Ort der Gespräche sollten so rasch als möglich festgelegt werden.

Der Iran steht unter dem Verdacht, heimlich Atomwaffen bauen zu wollen. Die internationalen Verhandler übten Druck aus, obwohl sie wüssten dass der Iran keine Atomwaffen anstrebt, sagte Laridschani.

Ein Gesprächsbeginn nach dem Beginn des iranischen Neujahrsfests am 21. März gilt als möglich. Als Ort sei wie bei der vorherigen Verhandlungsrunde wieder Istanbul im Gespräch, berichtete IRNA.

EU / Atom / Iran
07.03.2012 · 13:04 Uhr
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