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Land muss Kindsmörder Gäfgen für Folterdrohung entschädigen

Frankfurt/Main (dpa) - Das Land Hessen muss dem verurteilten Kindsmörder Magnus Gäfgen wegen der Folterdrohung in einem Polizeiverhör eine Entschädigung zahlen. Gäfgen erhält 3000 Euro und Zinsen, entschied das Landgericht in Frankfurt. Der 36-Jährige hatte 10 000 Euro Schmerzensgeld und einen Schadenersatz in unbekannter Höhe gefordert und argumentiert, er leide wegen der Drohungen unter psychischen Spätfolgen. Die Polizei hatte mit ihrer Drohung im Verhör den von Gäfgen entführten Bankierssohn Jakob von Metzler retten wollen. Die Leiche des Kindes war wenig später gefunden worden.

Prozesse / Polizei / Kriminalität / Urteile
04.08.2011 · 15:26 Uhr
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