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Lammert kritisiert Fernsehen: keine Übertragung

Berlin (dpa) - Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat nach seiner Wiederwahl die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender scharf kritisiert.

Ihm fehle jedes Verständnis dafür, dass die konstituierende Sitzung des 17. Deutschen Bundestages am Dienstag weder vom ersten noch vom zweiten Programm direkt übertragen werde, sagte Lammert im Parlament. Stattdessen liefen an diesem Vormittag in ARD und ZDF Unterhaltungssendungen wie «Schaumküsse» und «Alisa - Folge deinem Herzen». Lammert verwies darauf, dass das über Gebühren finanzierte Fernsehen sein «üppiges Privileg» dem Parlament verdanke.

Das ZDF wies die Kritik des Bundestagspräsidenten zurück. Es wies in einer schriftlichen Stellungnahme darauf hin, dass die Sitzung des Bundestages im öffentlich-rechtlichen Parlamentskanal Phoenix live übertragen wurde. Sie sei auch im Internet in «heute.de» zu sehen gewesen. Lammert werde ferner in allen Nachrichtensendungen von «Heute» und «Heute Journal» mit Ausschnitten aus seiner Rede zu sehen sein. «Damit kommt das öffentlich-rechtliche Fernsehen seinem Informationsauftrag nach», hieß es. Die Vereidigung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag an diesem Mittwoch werde das ZDF ebenso live übertragen wie ihre Regierungserklärung Anfang November.

Bundestag
27.10.2009 · 22:41 Uhr
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