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Lage in Honduras eskaliert

Tegucigalpa (dts) - Honduras scheint zur Stunde in eine Staatskrise zu schlittern. Unklar ist insbesondere das Schicksal von Staatspräsident Manuel Zelaya. Lokale Medien berichteten, Zelaya sei vom Militär festgenommen und zu einem Luftwaffenstützpunkt gebracht worden. Vereinzelt wird auch berichtet, der Präsident habe das Land nach einem Putsch verlassen. Unklar ist dabei, ob freiwillig oder als Gefangener. Weiter heißt es, mehrere Fernsehsender in Honduras seien heute abgeschaltet worden und der Strom im Land ausgefallen. Die Bevölkerung soll aufgefordert worden sein, in den Gebäuden zu bleiben. In dem mittelamerikanischen Land hatte sich sich die Auseinandersetzung zwischen Präsident Zelaya und der Mehrheit der politischen Klasse in den letzten Wochen zugespitzt. Bei einer heute angesetzten Volksbefragung sollte die Bevölkerung darüber abstimmen, ob bei den Wahlen im November auch eine Abstimmung über die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung durchgeführt werden soll. Die Ausarbeitung einer neuen Verfassung wird von linken Bewegungen und Präsident Zelaya unterstützt. Bereits in der Nacht auf Donnerstag hatte die Militärführung die Unterstützung bei der logistischen Durchführung der Befragung versagt. Auch der Oberste Gerichtshof hatte die Abstimmung für illegal erklärt.
Honduras / Militär
28.06.2009 · 15:35 Uhr
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