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Lage im Iran nach wie vor angespannt

Teheran (dts) - Bei den Protesten in Teheran sind gestern mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete heute der staatliche iranische Rundfunk. Bei den Toten handele es sich um Zivilisten, die einen Militärposten angegriffen hätten, hieß es. Gestern hatten nach Medienberichten trotz offiziellen Verbots deutlich über 100.000 Menschen gegen das Wahlergebnis und mutmaßlichen Wahlbetrug in Teheran demonstriert. Vereinzelt war gar von über einer Million Demonstranten die Rede. Währenddessen gab der iranische Wächterrat bekannt, alle Stimmzettel der Präsidentschaftswahl im Iran neu auszählen lassen zu wollen. Das meldete heute das staatliche iranische Fernsehen. Auch der religiöse Führer Chamenei hatte sich zuvor für eine Überprüfung der Wahl eingesetzt. Amtsinhaber Ahmadinedschad hatte die Wahlen vom Freitag nach offiziellen Angaben mit 62,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein wichtigster Herausforderer Mussawi soll nur 33,7 Prozent erreicht haben, hatte das iranische Innenministerium mitgeteilt. Anschließend war es zu heftigen Protesten gekommen. Des Weiteren hat heute die iranische Regierung allen ausländischen Journalisten die weitere Berichterstattung verboten. Das meldten lokale Medien. Auch iranischen Journalisten, die für westliche Medien arbeiten, wurde eine Berichterstattung untersagt. Aufgrund der anhaltenden Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen warnt das Auswärtige Amt mittlerweile ausdrücklich vor Reisen nach Teheran und andere iranische Städte.
Iran / Unruhen / Wahlen / Zensur
16.06.2009 · 22:07 Uhr
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