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Lafontaine will kein heimlicher Parteichef sein

Oskar Lafontaine hält die personellen Querelen und persönlichen Auseinandersetzungen in der Linkspartei für beendet.Großansicht
Berlin (dpa) - Der Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine will nach seinem Rückzug aus der Parteispitze im Mai nicht als heimlicher Parteichef agieren. Er wolle sich zwar weiter in bundespolitische Debatten einmischen, der neuen Doppelspitze dabei aber nicht in die Parade fahren.

«Ich habe mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst eine mehrjährige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, so dass diese Gefahr nicht besteht», sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

Lafontaine rechnet damit, dass die Parteibasis die neue Führungsstruktur in dem anstehenden Mitgliederentscheid bestätigt und Lötzsch und Ernst auf dem Parteitag in Rostock Mitte Mai zum neuen Führungsduo gewählt werden. Die innerparteiliche Kritik an Ernst sei leiser geworden, sagte er. «Heute sieht man, dass sowohl Gesine Lötzsch als auch Klaus Ernst in der Mitgliedschaft eine hohe Zustimmung haben.» Einen Plan für ein Scheitern eines der beiden Kandidaten gebe es nicht. «Das wäre völlig töricht, wenn wir uns auf solche Diskussionen einlassen würden», sagte Lafontaine.

Die personellen Querelen und persönlichen Auseinandersetzungen in der Linkspartei in den vergangenen Monaten hält Lafontaine für beendet. «Rivalitäten, Eitelkeiten gibt es immer, in allen Parteien, zu jeder Zeit», sagte er. «Es geht nur darum, die persönlichen Auseinandersetzungen fair und sachlich auszutragen und die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen. Das haben jetzt alle Beteiligten erkannt.»

Parteien / Linke / Parteitag
18.03.2010 · 06:54 Uhr
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