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Lafontaine ruft seine Partei bei Rückkehr zu Besonnenheit auf

Saarbrücken (dts) - Der Parteivorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hat bei seinem ersten Auftritt nach seiner Krebsoperation zur Besonnenheit in seiner Partei aufgerufen. "Dort, wo Menschen zusammenarbeiten, das gilt für alle Organisationen und Parteien, gibt es Eitelkeiten, Rivalitäten und persönliche Befindlichkeiten", sagte Lafontaine auf einem Neujahrsempfang der Linksfraktion in Saarbrücken. Lafontaine wisse, dass "nicht alle Akteure in tiefer Sympathie und Zuneigung verbunden sind", dennoch müsse man sich an Regeln halten, "die ein solidarisches Miteinander ermöglichen". Dabei kritisierte der Linksparteichef die aktuelle Personaldebatte heftig, die Lafontaine so kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen als überflüssig bezeichnete. Zudem warnte Lafontaine seine Partei vor einer Spaltung der Landesverbände in Ost und West. Der Eindruck, dass die Linkspartei aus "regierungswilligen Pragmatikern" im Osten und "regierungsunwilligen Chaoten" im Westen bestehe, sei falsch. Lafontaine bezeichnete dieses Bild als "Verdrehung der Tatsachen und der Wahrheit" an dem auch die Medien Schuld hätten. Gleichzeitig ließ der Parteichef seine politische Zukunft offen.
DEU / Parteien
19.01.2010 · 22:11 Uhr
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