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Länder gegen Migrantenquote im Öffentlichen Dienst

Berlin (dts) - Die Forderung der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer (CDU), deutlich mehr Migranten im Öffentlichen Dienst zu beschäftigen, stößt bei den Ländern auf Unverständnis. "Immer wenn einem nichts einfällt, fordert man eine Quote", kritisiert der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky (SPD) diesen "Akt der Hilflosigkeit" in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". In seinem Bezirksamt hätten zwar 40 Prozent der Auszubildenden einen Migrationshintergrund, aber "übernehmen werden wir dank des Berliner Einstellungsstopps wahrscheinlich keinen", erklärt Buschkowsky. Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hält Böhmers Vorstoß für "schlichtweg unrealistisch" angesichts des Personalabbaus und der wenigen Neueinstellungen. Zudem interessierten sich die Zugewanderten offenbar kaum für Jobs in der Verwaltung: "Nur 13 Prozent der Abiturienten haben einen Migrationshintergrund", sagt Laschet, "und wer es so weit geschafft hat, der will Karriere machen – aber nicht im Amt." Laut Statistischem Bundesamt haben rund vier Prozent der Beamten in Deutschland einen Migrationshintergrund.
DEU / Arbeitsmarkt / Ausländerpolitik
16.01.2010 · 21:26 Uhr
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