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Kurzporträt: Die neuen Minister in Niedersachsen

Aygül Özkan

Jung, konservativ - und muslimisch. Die Deutsch-Türkin Aygül Özkan (38) verkörpert nicht nur diese Eigenschaften, sondern hat gleichzeitig ein ganz modernes Profil. So ist die neue Sozialministerin in allen gängigen sozialen Netzwerken im Internet wie Facebook oder Xing präsent. Özkan wurde in Hamburg geboren, ihre Eltern - ihr Vater ist Schneider - wanderten in den 60er Jahren aus der Türkei ein. Die Juristin trat erst vor sechs Jahren in Hamburg in die CDU ein und machte eine Blitzkarriere. 2008 wurde sie Abgeordnete der Bürgerschaft, wenig später stieg sie in der Hamburger CDU in den Landesvorstand auf. Özkan ist verheiratet und hat einen Sohn. Sie spielt gern Tennis oder kocht für Freunde, erzählt sie auf ihrer Homepage. Als erste türkischstämmige Ministerin wurde sie beinahe wie ein Popstar gefeiert, nach ihren kritischen Aussagen zu Kreuzen in Klassenzimmern erntete sie aber auch Misstrauen in der Union.

Johanna Wanka

Die gebürtige Sächsin Johanna Wanka (59) ist CDU-Chefin in Brandenburg und war dort neun Jahre lang Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Seit der Bildung der rot-roten Koalition im vergangenen Jahr war sie Oppositionsführerin im Landtag in Potsdam. Sie ist für ihre scharfen Attacken gegen den politischen Gegner bekannt. Die Mathematikprofessorin war Rektorin der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, bevor sie im Jahr 2000 als Quereinsteigerin in die Politik wechselte. Damals noch parteilos, gelangte sie unter Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) ins Amt und wurde später CDU-Mitglied. Bei einem Ranking des Deutschen Hochschulverbandes wurde Wanka 2008 wegen ihrer wissenschaftspolitischen Leistungen zur «Ministerin des Jahres» gekürt. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Astrid Grotelüschen

Für Astrid Grotelüschen ist der Sprung in die Regierung ein steiler Aufstieg. Die Frau aus dem Oldenburger Land sitzt erst seit 2009 im Bundestag und war bislang wenig bekannt. Grotelüschen gewann den Wahlkreis Delmenhorst/ Wesermarsch direkt, der jahrelang an die SPD gegangen war. Der CDU gehört sie seit 1999 an, sitzt im Gemeinderat und im Kreistag. Die in Köln geborene Politikerin, die Elan und Frische ausstrahlt, kommt aus der in Niedersachsen bedeutsamen Geflügelbranche. Ihrer Familie gehört eine große Mastputen-Brüterei, die Grotelüschen jahrelang leitete. Tierschützer und Gegner der Massentierhaltung kritisierten ihre Ernennung. Die 45- Jährige ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und studierte Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin.

Bernd Althusmann

Gerade Haltung, schneidiger Stil: Bernd Althusmann (43) war früher Bundeswehroffizier, sein zackiges Auftreten hat er sich beibehalten. Der promovierte Betriebswirt aus Lüneburg gilt als ausgewiesener Finanzfachmann. Im vergangenen Sommer legte er sein Landtagsmandat nieder, um als Staatssekretär das Haus von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) auf Trab zu bringen. Er wird schon seit langem als Riesen-Talent in der niedersächsischen Politik gehandelt, nun macht er als Kultusminister Karriere. Althusmann wurde in Oldenburg als Pfarrerssohn geboren, hat zwei Kinder und lebt von seiner Frau getrennt. Er joggt regelmäßig und ist begeisterter Skifahrer. Zudem ist er Mitglied in einem Hockey-Club und zwei Schützenvereinen in Lüneburg. Bis zu seinem Einzug in den Landtag im Alter von 27 Jahren war Althusmann bei der Bundeswehr.

Landtag / Kabinett / Niedersachsen / rpt rpt rpt
27.04.2010 · 17:57 Uhr
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