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Kunduz-Affäre: Guttenberg sucht Maulwurf im Verteidigungsministerium

Berlin (dts) - Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sucht im Zusammenhang mit der Kunduz-Affäre offenbar nach einem Maulwurf im eigenen Ministerium. Zu Guttenberg wolle wissen, wer aus dem Verteidigungsministerium oder der Bundeswehrführung den geheimen Feldjäger-Bericht über das Bombardement auf zwei Tanklastzüge weitergegeben hat. Informationen von "Spiegel Online" zufolge hat Staatssekretär Rüdiger Wolf dafür Briefe an etwa zwei Dutzend Spitzenbeamte aus dem Ministerium, der Bundeswehr und dem Einsatzführungskommando in Potsdam verschickt. Darin fordert Wolf die Beamten auf, dienstliche Erklärungen abzugeben, dass sie das geheime Dossier nicht weitergegeben haben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte gegenüber "Spiegel Online", dass es geboten sei, "Nachforschungen anzustellen, wenn unter Geheimschutz stehende Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen". Bei dem Luftangriff auf zwei Tanklastzüge vom 4. September sollen neben Terroristen auch zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sein.
DEU / Bundeswehr / Verteidigungspolitik / Afghanistan
22.12.2009 · 18:27 Uhr
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