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Kundus-Ausschuss: Oberst Klein will umfassend aussagen

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Berlin (dpa) - Die Schlüsselfigur in der Kundus-Affäre, Bundeswehroberst Georg Klein, will dem Untersuchungsausschuss des Bundestags umfassend Rede und Antwort stehen.

Das kündigte sein Anwalt Bernd Müssig am Mittwoch unmittelbar vor der Ausschusssitzung in einer schriftlichen Erklärung an, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Darin kritisiert der Anwalt auch, dass sein Mandant «zunehmend einer Vorverurteilung ausgesetzt» sei.

Klein hatte am 4. September 2009 das Bombardement von zwei Tanklastern befohlen, bei dem bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt wurden. Dem Oberst sei bewusst gewesen, dass er eine Entscheidung mit «weitreichenden Folgen» treffen würde. Einen Verstoß gegen das Völkerrecht sieht der Anwalt nicht. «Nach den maßgeblichen Kriterien des humanitären Völkerrechts steht objektiv fest, dass die Entscheidung für den Luftschlag auf Grundlage der in der Nacht vorhandenen Informationen und Ressourcen rechtmäßig war», hieß es in der Erklärung.

Oberst Klein bedauere jedes Opfer des Afghanistan-Konflikts, insbesondere den Tod unschuldiger Zivilisten. «Jeder Tote ist einer zu viel.»

Konflikte / Bundeswehr / Untersuchungsausschuss / Afghanistan
10.02.2010 · 10:57 Uhr
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