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Künast kritisiert "Atomfilz" in Deutschland

Berlin (dts) - Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, hat nach Bekanntwerden eines Wahlkampfpapiers des Energiekonzerns Eon zum Thema Atomkraft die Atomlobby massiv angegriffen. Das Schreiben zeige "auf 109 Seiten das ganze Ausmaß des Atomfilzes in unserem Land", sagte die Grünen-Politikerin in der "Rheinischen Post". Das Papier, das eine Berliner Politikberatungsfirma angeblich erstellt hatte, empfiehlt verdeckte Aktionen bei Journalisten und Politikern, um die Kernkraft in Deutschland wieder populärer zu machen. Künast forderte die Energiekonzerne auf, sich offen und ehrlich zur "hochriskanten Atomtechnologie zu bekennen" statt "verdeckten Lobbyismus bei atomfreundlichen Ministerien und Abgeordneten" zu betrieben. Die Atom-Tochter Eon Kernkraft, für die das Papier geschrieben wurde, distanziert sich inzwischen von dem Konzept. Es sei weder bestellt, noch bezahlt worden, sagte eine Sprecherin von Eon Kernkraft.
DEU / Atompolitik / Parteien
24.09.2009 · 07:42 Uhr
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