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Kuba: USA wollen um jeden Preis dominieren

Gipfeltreffen der Alba-StaatenGroßansicht
Havanna (dpa) - Harsche Kritik an den USA: Kuba hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, sie wollten um «jeden Preis» ihre Dominanz in Lateinamerika ausdehnen.

Die Errichtung von Militärbasen in der Region sei eine «hegemoniale Offensive» der US-Regierung und ein Akt der Aggression gegen ganz Lateinamerika und die Karibik, sagte Kubas Präsident Raúl Castro am Sonntag bei einem Gipfeltreffen linksgerichteter lateinamerikanischer Regierungen in Havanna.

Die US-Regierung verfolge die Absicht, ihre militärpolitische Doktrin zu konkretisieren und «um jeden Preis das Territorium zu dominieren und zu besetzen, das sie seit jeher als ihren natürlichen Hinterhof ansehen», sagte Castro, der damit auch auf das jüngste Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA anspielte. Die vor allem von Venezuela heftig kritisierte Vereinbarung gewährt US- Militärs Zugang zu sieben kolumbianischen Stützpunkten.

Castro äußerte sich auf dem Gipfel der «Bolivarischen Alternative für die Völker unseres Amerikas» (ALBA), an dem auch Venezuelas Staatschef Hugo Chávez, Boliviens wiedergewählter Präsident Evo Morales sowie Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega teilnahmen. Die politische und wirtschaftliche Allianz wurde am 14. Dezember 2004 von Kuba und Venezuela gegen die von den USA favorisierte Idee einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (ALCA) gegründet und feiert am Montag ihren fünften Geburtstag. Dem Bündnis gehören neun lateinamerikanische Länder an, darunter Bolivien, Nicaragua, Honduras, Ecuador und der Karibik-Staat Dominica.

Kuba und Venezuela vereinbarten vor dem Gipfel Projekte im Umfang von umgerechnet mehr als 2,1 Milliarden Euro. Beide sozialistischen Länder verständigten sich auf 285 Projekte, die unter anderem die Gründung acht gemeinsamer Unternehmen im Industrie- und Telekommunikationsbereich und der Nahrungsmittelbranche vorsehen. Nach offiziellen Angaben belief sich das bilaterale Handelsvolumen zwischen Venezuela und Kuba 2008 auf umgerechnet mehr als 3,4 Milliarden Euro.

Bei ihrem zweitägigen Treffen wollen die ALBA-Länder über die Klimakonferenz in Kopenhagen und zudem über weitere Schritte für die Einführung der gemeinsamen virtuellen Währung SUCRE beraten, die den Dollar als Zahlungsmittel zwischen den ALBA-Staaten ablösen soll. Im Januar soll die erste Transaktion mit der neuen Währung vollzogen werden. Dabei geht es um Geschäfte eines kubanisch-venezolanischen Joint-Ventures.

Gipfel / ALBA / Kuba / Venezuela
13.12.2009 · 21:38 Uhr
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