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Kritik an geplanten Milliardenhilfen für Athen

Guy Verhofstadt: «Die neuen Hilfen werden die Finanzmärkte nicht überzeugen».

Berlin (dpa) - Der Chef der Liberalen im EU-Parlament, der frühere belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt, hat geplante neue Milliardenhilfen für den Schuldensünder Griechenland kritisiert.

«Die Verabschiedung immer neuer Rettungspakte kann nicht die Lösung der Griechenlandkrise sein», sagte Verhofstadt sagte der Tageszeitung «Die Welt» (Mittwoch). «Die neuen Hilfen werden die Finanzmärkte nicht überzeugen. Die Kredithilfen kommen viel zu spät und sind viel zu einseitig.»

So seien neben den griechischen Reformen und Sparanstrengungen «auch Impulse für Wachstum und Investitionen notwendig». «Einfach noch mal viele Milliarden Euro nachzuschießen, das ist keine Lösung», sagte Verhofstadt dem Blatt.

Zu einer möglichen Beteiligung des Privatsektors an den Kosten des neuen Rettungspaketes sagte Verhofstadt: «Die privaten Gläubiger müssen Verantwortung bei der Rettung Griechenlands übernehmen. Die beste Möglichkeit wäre, dass die Privaten ihre Anleihen zu einem großen Teil in Eurobonds umtauschen.»

EU / Finanzen / Griechenland
15.06.2011 · 12:17 Uhr
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