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Kritik an «Geheimgefängnissen» im Nordkaukasus

Ein Mann blicht in einem russischen Gefängnis aus dem vergitterten Fenster. (Archiv- und Symbolbild)Großansicht
Moskau (dpa) - Russische Menschenrechtler haben die Führung in Moskau zur Schließung von «Geheimgefängnissen» in der Konfliktregion Nordkaukasus aufgefordert. In den illegalen Bunkern seien Folter und Gewalt an der Tagesordnung, ohne dass mutmaßliche Terroristen Aussicht auf ein Verfahren hätten.

Das sagte der Leiter der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Oleg Orlow, am Samstag der Agentur Interfax. Orlow forderte ein Ende der umstrittenen Praxis. Russland hatte sich unlängst darüber empört, dass ein Expertenbericht auch über «Geheimgefängnisse» im Nordkaukasus auf der Internetseite der Vereinten Nationen einsehbar ist.

An dem Bericht hatten Fachleute mehrerer Organisationen mitgearbeitet. Zudem beinhaltet er mehrere Schilderungen von Augenzeugen. In den russischen Teilrepubliken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan im Nordkaukasus dauern die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen islamistischen Untergrundkämpfern, russischen Sicherheitskräften und kriminellen Banden seit Jahren an.

Immer wieder stehen die regionalen Behörden im Verdacht, mutmaßliche Terroristen gewaltsam zu entführen, zu foltern und zu töten. Menschenrechtler werfen den Verantwortlichen «Staats-Terror» vor.

Menschenrechte / Russland
21.02.2010 · 11:51 Uhr
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