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Kripo-Bund warnt vor Gefahren von Street View

Berlin (dpa) - Straftäter werden nach Ansicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Nutzen aus dem Online-Kartendienst Google Street View ziehen. Mit Hilfe der Aufnahmen könnten etwa Einbrüche oder Raubüberfälle vorbereitet werden.

Davor warnt der BDK-Vizevorsitzende Bernd Carstensen am Dienstag im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur in Berlin. Kriminelle seien dank Street View in der Lage, Gebäude und Grundstücke gefahrlos auszuspähen: «Sie müssen sich nicht in die Nähe eines Tatorts begeben. Das Entdeckungsrisiko minimiert sich», erläuterte Carstensen. Die Bilder von Street View erleichterten die Planung eines Fluchtweges. Vorstellbar sei ebenso, dass Terroristen auf diese Weise Standorte für Sprengfallen am Straßenrand suchten.

Das Fotomaterial von zunächst 20 deutschen Städten, das demnächst im Internet verfügbar sein wird, liefere aber keinen Aufschluss darüber, ob jemand zu Hause sei oder nicht. Die Bilder seien Wochen oder Monate alt, sagte Carstensen.

Der BDK sieht aber auch Vorteile für Ermittler. So sei denkbar, Street View in die Vorbereitung eines Polizeieinsatzes einzubeziehen, etwa um Anfahrtswege festzulegen, die Umgebung von Gebäuden in Augenschein zu nehmen oder geeignete Positionen für Objektschützer zu finden. Die Nutzung von Street View durch die Polizei müsse jedoch noch rechtlich geklärt werden.

Bund Deutscher Kriminalbeamter

Computer / Internet / Kriminalität
10.08.2010 · 22:52 Uhr
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