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Kretschmann empfindet seine Macht als Bürde

Berlin (dts) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) empfindet seine Macht als Bürde. "Macht fühlt sich verantwortungsvoll an. Sie ist Inspiration für Gestaltung. Aber sie ist auch eine Bürde. Wenn Entscheidungen zur Sanierung der Haushalte getroffen werden, wissen wir schon vorher, dass wir Menschen wehtun müssen", sagte Kretschmann in einem Interview mit "Bild am Sonntag".

Auf die Frage, wie sehr sich sein Leben durch das Ministerpräsidentenamt verändert habe, sagte Kretschmann: "Radikal. Ich war zuvor 30 Jahre in der Opposition. Da stellt man Konzepte vor, die zwar realistisch und zur Umsetzung gedacht sind, die aber meistens von der amtierenden Regierung nicht umgesetzt werden. Jetzt fälle ich jeden Tag Entscheidungen, die direkt auf das Leben der Menschen wirken." Auf die Privilegien seines Amtes legt Kretschmann nach eigenen Worten jedoch keinen Wert. "Die Villa Reitzenstein, ein eigener Fahrer - diese ganzen Attitüden interessieren mich nicht. Da ziehe ich keinen besonderen Genuss draus. Mir geht es darum, unter den Bürgern zu sein, meine Politik vor Ort zu erklären - bei mir ist die Gefahr abzuheben gering", betonte der Grünen-Politiker im Gespräch mit der Zeitung.
DEU / BWB / Parteien
01.07.2012 · 02:00 Uhr
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