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Kreise: Jung will bleiben - Merkel auf Distanz

Merkel und JungGroßansicht
Berlin (dpa) - Der nach einem Luftschlag gegen zwei Tanklaster in Afghanistan unter Druck geratene frühere Verteidigungs- und jetzige Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) will im Amt bleiben.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag aus dem Umfeld des Ministers kurz vor seiner Erklärung im Bundestag am Abend.

Allerdings war Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuvor auf deutliche Distanz zu Jung gegangen. Auf einer Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen vermied Merkel eine ausdrückliche Rückendeckung für ihn im Zusammenhang mit dem verheerenden Luftangriff in Afghanistan am 4. September.

Jung war unter Druck geraten, weil zuvor im Zusammenhang mit dem von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriff bekannt geworden war, dass während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister innerhalb der Bundeswehr Angaben über zivile Opfer zurückgehalten worden waren. Bei dem Angriff wurden nach NATO-Angaben bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt, darunter 30 bis 40 Zivilisten.

Konflikte / Bundeswehr / Bundestag / Afghanistan
26.11.2009 · 17:13 Uhr
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