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Kosovo-Konflikt führt zu Spannungen im Sicherheitsrat

New York (dpa) - Der Grenzkonflikt im Kosovo hat auch zu Spannungen bei den Vereinten Nationen geführt.

Westliche Staaten wollen den Streit um zwei Grenzübergänge zwischen Serbien und dem Kosovo aus den Beratungen des UN-Sicherheitsrates weitgehend heraushalten und auf eine Lageunterrichtung beschränken. Russland drängt hingegen auf eine offene Debatte. Wenn sich die Vetomacht durchsetzt, könnte das mächtigste UN-Gremium am Freitag, dem letzten Arbeitstag der am Sonntag endenden deutschen Präsidentschaft, in offener Sitzung über den Konflikt debattieren.

«Die Lage muss vor Ort gemeinsam mit KFOR und EULEX deeskaliert werden», sagte Deutschlands UN-Botschafter Peter Wittig zu den Nato- und EU-Missionen im Kosovo. Die Widersprüche könnten nur zwischen Belgrad und Pristina gelöst werden. «Dieser Dialog - unter Leitung der Europäischen Union - ist das richtige Forum, um auch die aktuellen Fragen zu behandeln.»

Am späten Donnerstagnachmittag (Ortszeit) wird der für alle Blauhelmeinsätze verantwortliche Untergeneralsekretär Alain Le Roy den Rat über die Vorfälle informieren. Serbien versucht aber offenbar über Russland, doch noch eine offene Debatte zu erreichen. Westliche Diplomaten zeigen sich zurückhaltend: «Diplomatische Anstrengungen der beiden Seiten in der Region selbst wären derzeit eindeutig nützlicher»

Kosovo / Konflikte / Serbien
28.07.2011 · 17:50 Uhr
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