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Korruptionsprozess: Chirac wegen Veruntreuung schuldig gesprochen

Paris (dts) - Frankreichs früherer Staatspräsident Jacques Chirac ist in einem Prozess um Scheinarbeitsverhältnisse im Pariser Rathaus wegen Veruntreuung und Vertrauensbruch schuldig gesprochen worden. Das teilte das Pariser Gericht am Donnerstag mit. Die Richter folgten damit nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die einen Freispruch gefordert hatte.

Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Dem heute 79-jährigen Chirac wird vorgeworfen, zu seiner Zeit als Pariser Bürgermeister Anfang der 1990er Jahre Scheinarbeitsverträge an knapp 30 Bekannte und Parteifreunde vergeben und damit öffentliche Gelder missbraucht zu haben. Der Politiker selbst hatte zuletzt noch seine Unschuld beteuert. Chirac war von 1995 bis 2007 Staatspräsident Frankreichs.
Frankreich / Justiz
15.12.2011 · 10:54 Uhr
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