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Korruption bedroht Kampf gegen Klimawandel

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Dhaka/Neu Delhi (dpa) - Korruption könnte den Kampf gegen den Klimawandel nach einem Bericht von Transparency International (TI) deutlich erschweren.

Der weltweite Kampf gegen den Klimawandel werde beispiellose internationale Zusammenarbeit, tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandel und Ressourcen-Transfers in bedeutendem Ausmaß erfordern, heißt es in dem Papier. «Korruption droht, diese Anstrengungen zu gefährden.»

Der vorab mit Sperrfrist verbreitete «Globale Korruptionsbericht: Klimawandel» sollte am Samstag in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka vorgestellt werden. Bangladesch gilt als eines der Länder, das am stärksten vom Klimawandel bedroht ist. Transparency International teilte mit, dass in den 20 am meisten vom Klimawandel betroffenen Staaten das Korruptionsrisiko hoch sei. Auf dem Korruptionsindex von null (extrem korrupt) bis zehn Punkten erhalte keines dieser Länder einen höheren Wert als 3,6.

Die Anstrengungen, den Klimawandel so weit wie möglich zu verhindern, würden enorme Summen verschlingen, heißt es in dem Bericht. Manche Schätzungen gingen davon aus, dass alleine zur Abschwächung des Klimawandels bis zum Jahr 2020 Investitionen von 700 Milliarden Dollar (gut 470 Milliarden Euro) notwendig seien.

«Wo große Geldsummen durch neue und ungeprüfte Finanzmärkte und Mechanismen fließen, herrscht immer ein Korruptionsrisiko», heißt es in dem Papier. Regierungsmechanismen müssten jetzt gestärkt werden, um das künftige Korruptionsrisiko zu verringern und Klimaschutzpolitik letztendlich erfolgreich zu machen.

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TI
Klima / Korruption
30.04.2011 · 09:43 Uhr
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