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Konjunktureinbruch im Euroland fast gestoppt

Lagarde und SarkozyGroßansicht
Luxemburg (dpa) - Der Konjunktureinbruch im Euroland ist dank der Schwergewichte Deutschland und Frankreich nahezu gestoppt. Im zweiten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal nur noch um 0,1 Prozent, nach minus 2,5 Prozent im Vierteljahr zuvor.

Verglichen mit dem Vorjahresquartal ging das BIP in der Eurozone um 4,6 Prozent zurück. Die Wirtschaftsleistung der beiden größten Volkswirtschaften um Euroland, Deutschland und Frankreich, legte im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Das teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit.

Ebenfalls ein Wachstum in dieser Höhe gab es in Griechenland und Portugal. Am stärksten legte die Wirtschaftsleistung mit 2,2 Prozent in der Slowakei zu. Den größten Einbruch mit einem Minus von 12,3 Prozent gab es in Litauen.

Von den westlichen EU-Ländern verzeichneten unter anderem Großbritannien (minus 0,8 Prozent), Italien (minus 0,5 Prozent) und die Niederlande (minus 0,9 Prozent) weiterhin einen negativen Trend.

Im Vergleich zum Vorquartal ist auch in Estland (minus 3,7 Prozent), Ungarn (minus 2,1 Prozent), Lettland (minus 1,6 Prozent) und Rumänien (minus 1,2 Prozent) das BIP weiter auf Talfahrt. Ungarn und Lettland sind in der weitweiten Wirtschaftskrise nur knapp am Staatsbankrott vorbeigeschrammt.

Verglichen mit dem Vorjahresquartal schrumpfte in allen EU-Ländern die Wirtschaftsleistung. In Deutschland schrumpfte das BIP im Vorjahresvergleich um 5,9 Prozent. EU-Schlusslicht Litauen kam auf ein Minus von 22,6 Prozent.

Die Eurostat-Zahlen können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Werten abweichen, die auf nationaler Ebene veröffentlicht werden. Dafür erlauben sie nach Angaben von Fachleuten einen EU-weiten Vergleich.

Konjunktur / Frankreich
13.08.2009 · 22:21 Uhr
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