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Konfusion über Wahlergebnis in Albanien

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Tirana (dpa) - Konfusion über das Ergebnis der Parlamentswahl in Albanien vom letzten Sonntag: Der Sprecher der staatlichen Wahlkommission, Leonard Olli, erklärte die rechtsgerichtete Koalition von Regierungschef Sali Berisha zum Sieger, weil sie 71 Sitze im Parlament mit 140 Sitzen gewonnen habe.

Gleichzeitig teilte die Kommission mit, sie habe 50 der 4753 Wahlurnen nicht ausgezählt. Gründe dafür wurden nicht angegeben. Die stellvertretende Vorsitzende der Wahlkommission, Derisha Subashi, widersprach dagegen der Version vom bereits feststehenden Sieg Berishas, weil die Auszählung der Stimmen noch nicht beendet sei und die Kommission noch keinen förmlichen Beschluss über das vorläufige Endergebnis gefasst habe.

Kommissionschef Arben Ristani wiederum bestätigte das angebliche Endergebnis mit dem Sieg der Regierung, kündigte aber an, das vorläufige Resultat werde erst in drei Tagen bekanntgegeben.

Die angeblich unterlegene Oppositionsliste des sozialistischen Hauptstadt-Bürgermeisters Edi Rama sprach von Wahlfälschung, zu der Berisha die Wahlkommission angestiftet habe. Mit der Unterbrechung der Auszählung «versucht Berisha ein Mandat an sich zu reißen, das ihm die Wähler nicht gegeben haben», sagte ein Sprecher. Wenn man auch die letzten Urnen auszählen würde, ergäbe sich für die Regierung nur eine Pattsituation von 70 Stimmen. Danach hätten die Sozialisten gemeinsam mit der von ihnen abgespaltenen kleinen LSI-Partei ebenfalls 70 Abgeordnete im neuen Parlament.

Wahlen / Parlament / Albanien
04.07.2009 · 10:14 Uhr
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