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Kondolenzbuch und Trauerbeflaggung für Loki Schmidt

Loki Schmidt sitzt während eines Festaktes im Großen Festsaal im Rathaus von Hamburg (Archivfoto vom 20.02.2009).Großansicht

Hamburg (dpa) - Tschüs, Loki: Der Tod von Loki Schmidt hat bei vielen Menschen große Bestürzung und tiefe Trauer ausgelöst.

In ihrer Heimatstadt Hamburg trugen sich am Freitag sofort nach Freigabe der Kondolenzbücher im Rathaus die Ersten ein, um noch einmal persönlich an die Ehefrau von Altkanzler Helmut Schmidt zu erinnern. In bewegenden Worten würdigten sie die «Aufrichtigkeit, Menschenliebe und Liebe zur Natur» der engagierten Naturschützerin, die in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 91 Jahren gestorben war. Die Gedanken der Trauernden galten besonders dem Ehemann: In ihren Einträgen wünschten sie ihm viel Kraft, um dieses traurige Ereignis zu verarbeiten.

Hamburg plant für seine Ehrenbürgerin eine Trauerfeier im Michel. «Wann diese sein wird, wissen wir allerdings noch nicht», hieß es am Freitag in der Senatspressestelle. Der Tod der beliebten Hamburger «Deern», die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) «bescheiden, selbstbewusst und eigenständig ­ auf ihre Art und Weise» nannte, hatte für große Bestürzung gesorgt - weit über die Hansestadt hinaus. «Sie war eine ganz tolle und große Frau, vor der ich riesige Hochachtung hatte», sagte Fußball-Idol Uwe Seeler. «Ihre Volksnähe hat sie zu jeder Zeit ihres Lebens ausgezeichnet. Neben einem großen Mann stand eine große Frau ­ so war es immer bei Helmut und Loki Schmidt. Für Hamburg und ganz Deutschland ist ihr Tod ein großer Verlust.»

Als Erste in dem von Fahnen auf Halbmast umsäumten Rathaus trugen sich Christa Goetsch, Zweite Bürgermeisterin der Stadt, und Hamburgs CDU-Parteivorsitzender und Fraktionschef Frank Schira ins Kondolenzbuch ein. «Für mich war sie eine starke Frau, eine große Hamburgerin», schrieb Goetsch. «Hamburg verliert eine hohe Persönlichkeit.» Schira würdigte Loki Schmidt als «Vorbild für uns alle» und sagte im Namen seiner Partei «Tschüs».

Bereits eine Stunde vor der Freigabe des Durchgangs zum Kondolenzbuch hatten sich in der Eingangshalle des Rathauses Trauernde versammelt. Still bildeten sie geordnete Reihen vor zwei auf Holzpulten ausliegenden Büchern. Zwischen den beiden Tischen stand ein hohes Blumengefäß. Der farbenprächtige Strauß bestehend aus Hortensien, Lilien, Gladiolen, Rosen und Blattgrün hätte der leidenschaftlichen Pflanzenliebhaberin gefallen - seit 1980 hatte Loki Schmidt alljährlich die «Blume des Jahres» gekürt.

Leute / Gesellschaft
22.10.2010 · 13:52 Uhr
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