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Kolumbiens Militär jubelt: FARC-Militärchef getötet

Tod von FARC-Kommandanten bestätigtGroßansicht

Bogotá/New York (dpa) - Das kolumbianische Militär hat den linken FARC-Rebellen eine weitere schwere Niederlage beigebracht und deren Militärchef Luis Suárez alias Mono Jojoy getötet.

«Das ist der schwerste Schlag, den diese illegale Organisation in ihrer ganzen Geschichte erhalten hat», sagte Präsident Juan Maunel Santos während eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York. «Das Symbol des Terrors in Kolumbien ist gefallen.» Es ist der größte Erfolg von Santos, seit er sein Amt im August antrat.

An dem Großangriff auf ein Lager der FARC in der Region von Macarena in der zentralen Provinz Meta seien 30 Kampfflugzeuge und 27 Hubschrauber beteiligt gewesen, teilte Innen- und Justizminister Germán Vargas Lleras in der Hauptstadt Bogotá mit. Mindestens 50 Bomben seien abgeworfen worden und neben Mono Jojoy etwa 20 weitere Rebellen getötet worden. Mono Jojoy kämpfte seit 35 Jahren bei den FARC und galt als einer ihrer radikalsten und brutalsten Anführer. Auf seinen Kopf waren Millionen-Kopfgelder ausgesetzt und es liefen Dutzenden Strafverfahren gegen ihn.

Dem Militär sind seit dem Amtsantritt des Vorgängers von Santos, Alvaro Uribe, im Jahre 2002 schon zahlreiche Erfolge gegen die größte und älteste Rebellengruppe des südamerikanischen Landes gelungen. Der bisher schwerste Schlag war die Tötung des Vize-Chefs der FARC, Raúl Reyes, bei der Bombardierung eines Rebellenlagers in Ecuador am 1. März 2008. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern sind seither schwer gestört.

Auch zahlreiche Kommandanten der mittleren Ebene starben bei Angriffen des Militärs. Erst am vergangenen Sonntag war der Kommandant der FARC-Kampfgruppe 48, Sixto Cabañas alias «Domingo Biojó», zusammen mit bis zu 60 Rebellen getötet worden.

Allerdings konnten die Rebellen, die den von konservativen Kräften dominierten Staat schon seit 1964 bekämpfen, bisher nicht besiegt oder zu Verhandlungen gezwungen werden. Noch immer greifen sie die Streitkräfte an und töteten in den vergangenen Wochen mindestens 50 Polizisten und Soldaten. Angesichts einer Armutsrate von 50 Prozent haben die Rebellen weiterhin ausreichend Zulauf. Und durch die Beteiligung am Drogenschmuggel ist ihre Kriegskasse immer noch ausreichend gefüllt.

Konflikte / Kolumbien
23.09.2010 · 20:00 Uhr
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