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Körting gegen Vorsorge-Gewahrsam für Islamisten

Berlin (dpa) - Berlins Innensenator Erhart Körting (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen, verdächtige Islamisten vorsorglich in Gewahrsam zu nehmen. Es sei «nicht seriös», alle Leute inhaftieren zu wollen, gegen die nichts weiter vorliege, als die Vermutung, «sie könnten irgendwo böse Gedanken haben».

Das sagte er am Montag dem Südwestrundfunk. Körting lehnte damit einen entsprechenden Vorschlag des CSU-Politikers Norbert Geis ab.

Zu Meldungen über mögliche Planungen eines Anschlags auf das Reichstagsgebäude wollte sich Körting nicht näher äußern. «Ich sage nichts über denkbare Ziele, weil ich das alles auch für eine nicht verantwortbare Verunsicherung der Bevölkerung halte.» Er räumte aber ein, dass Deutschland «Ende November schon in einer besonderen Gefährdungssituation» sei.

Natürlich sei es so, dass Terroristen sich in erster Linie entweder Ziele mit Symbolcharakter aussuchten, oder dass sie dort zuschlügen, wo sie hofften, besonders viele Opfer zu treffen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch vor Anschlägen islamistischer Terroristen möglicherweise noch im November gewarnt.

Innere Sicherheit / Terrorismus
22.11.2010 · 10:31 Uhr
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