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Körting bedauert «unglückliche» Äußerungen

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Berlin (dpa) - Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat seine Äußerungen zur Meldung verdächtig aussehender Nachbarn in der «Berliner Morgenpost» als «möglicherweise unglücklich» bezeichnet.

Körting hatte am Mittwochabend in der RBB-Abendschau erklärt, Berliner sollten seltsam aussehende oder arabisch sprechende Nachbarn den Behörden melden.

Wörtlich hatte der Politiker gesagt: «Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.»

Nun sagte Körting, es gehe ihm um ernstzunehmende Hinweise wie auf Waffen oder verdächtige Pakete, nicht um Denunziationen. «Das gilt im Übrigen auch für die Moslems in der Hauptstadt. Wer in einer Moschee ein verdächtiges Gespräch mitbekommt, der soll sich sofort bei den Sicherheitsbehörden melden», sagte der Innensenator.

Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg hatte kritisiert, Körting rufe nach den Terrorwarnungen zur Denunziation auf. Alle Menschen seien daran interessiert, dass Terror verhindert werde. Dies rechtfertige aber die Äußerungen nicht. Körting solle sie zurücknehmen. Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit (SPD) solle seinen Senator zur Räson rufen.

Innere Sicherheit / Terrorismus / Berlin
19.11.2010 · 22:31 Uhr
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