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Königshaus lenkt im Streit über Ausrüstung ein

Der FDP-Politiker Hellmut Königshaus ist Wehrbeauftragter des BundestagsGroßansicht

Berlin (dpa) - Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus sieht die Ausrüstung der Bundeswehr auf dem Weg der Besserung. «In vielen Bereichen ist Abhilfe angeordnet und in Gang gesetzt worden», sagte er der Nachrichtenagentur dpa nach einer achttägigen Afghanistan-Reise.

Zwar bestünden immer noch Defizite. «Aber entscheidende Impulse zur Verbesserung sind gesetzt. Der Minister hat eine ganze Reihe von Maßnahmen veranlasst.» Der FDP-Politiker Königshaus und Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) waren im Juli heftig aneinandergeraten. Der Wehrbeauftragte hatte die Ausrüstungssituation damals als «Drama» bezeichnet, Guttenberg wies die scharfe Kritik als maßlos zurück. Jetzt scheint der Streit beigelegt zu sein. Königshaus informierte Guttenberg am Sonntag unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Afghanistan in einem vertraulichen Gespräch über seine Erkenntnisse.

Der Wehrbeauftragte war bereits zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt in Afghanistan. Allerdings handelte es sich diesmal um seine erste längere Reise, bei der er alle drei Bundeswehrstandorte im Norden des Landes und die deutschen Soldaten in der Hauptstadt Kabul besuchte. Zudem war Königshaus in dem als besonders gefährlich geltenden Kandahar im Süden des Landes. Dort sind 13 Bundeswehr- Soldaten stationiert, die dort für die NATO Fernmeldeleitungen betreiben.

Als Beispiele für Verbesserungen der Ausrüstung nannte Königshaus die Verlegung von drei Panzerhaubitzen und mehreren zusätzlichen Marder-Schützenpanzern nach Afghanistan. Der Wehrbeauftragte begrüßte auch, dass der Mangel an Transport-, Sanitäts- und Kampfhubschraubern inzwischen von den Amerikanern ausgeglichen worden sei.

Bestimmte Dinge könnten aber von heute auf morgen nicht geändert werden, sagte Königshaus. Defizite sieht der Wehrbeauftragte immer noch bei den geschützten Fahrzeugen. «Die Situation ändert sich nicht so schnell, wie ich mir das wünschen würde und wie sich das vermutlich auch die Veranwtortlichen wünschen würden.» Zudem habe er bei seiner Reise auch einige neue Mängel festgestellt, «die zum Teil durchaus sicherheitsrelevant sind». Deswegen wolle er sie zunächst auch nicht öffentlich erörtern.

Bundeswehr / Ausrüstung / Afghanistan
23.08.2010 · 11:55 Uhr
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