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Köln beruft nach Mängeln bei U-Bahnbau Krisentreffen ein

Köln (dts) - Nach der Aufdeckung der großen Versäumnisse beim Bau der Kölner U-Bahn hat das zuständige Unternehmen Bilfinger Berger heute erste personelle Konsequenzen gezogen. Gemeinsam mit den Kölner Verkehrsbetrieben hatte die Stadt heute die Zusammenarbeit mit den beauftragten Baufirmen in einer Krisensitzung geprüft. Ein Polier und zwei Abteilungsleiter der Firma wurden inzwischen vom Dienst suspendiert, weitere Einigungen wurden bislang nicht bekanntgegeben. Vor kurzem waren die Mängel beim Bau der U-Bahnstrecken entdeckt und entsprechende Vorwürfe gegen die Baufirmen Bilfinger Berger und ARGE Los Süd erhoben worden. Demnach seien entscheidende Eisenbügel nach Aufforderung des Poliers gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft worden. Zudem habe man die systematische Fälschung von Vermessungsprotokollen für sogenannte Schlitzwand-Lamellen sowie deutliche Fehler im Hinblick auf die Qualitätskontrollen entdeckt. Das volle Ausmaß des mutmaßlichen Bau-Pfusches ist allerdings offenbar noch nicht erkannt. "Täglich wächst die Angst, weil immer neue Mängel bei der Bauausführung bekannt werden, so Oberbürgermeister Jürgen Roters. Er verlangte im Interesse der Bevölkerung eine schnelle Klärung der Vorfälle. Angesichts der Schnee- und der damit bei Tauwetter drohenden Wassermassen befürchten die Verantwortlichen unterdessen mögliche Unglücke. An der Haltestelle Heumarkt sollen zunächst vorsorgliche Querversteifungen die Wände der U-Bahnstrecke sichern. Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs im vergangenen März, dem zwei Menschen und zahlreiche historische Dokumente zum Opfer fielen, wird inzwischen auf den Bau der U-Bahn und damit verbundene Mängel zurückgeführt.
DEU / NRW / Zugverkehr / Unternehmen
16.02.2010 · 22:58 Uhr
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