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Koalition streitet über "BlueCard"-Beschluss

Berlin (dts) - Der Regierungsbeschluss zur Einführung der "BlueCard", die den Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten erleichtern soll, ist innerhalb der Koalition heftig umstritten: Während Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den Beschluss begrüßte, lehnte die bayrische Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) ihn rigoros ab. Haderthauer schrieb in einem Gastbeitrag in "Bild am Sonntag": "So lange wir die Potentiale von Frauen, älteren Arbeitnehmern und der bei uns lebenden Menschen mit Migrationshintergrund weiter so wenig nutzen, setzen wir mit mehr Zuwanderung falsche Signale. Solange uns gut ausgebildete Migranten frustriert den Rücken kehren, ist der Ruf nach "frischen" ausländischen Fachkräften zynisch."

Wer den hier bestens Integrierten wegen ihres "falschen Namens" nur zweitklassige Chancen auf unserem Arbeitsmarkt gebe, werde mit mehr Zuwanderung "kein einziges Problem lösen", so Haderthauer. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hingegen lobte die geplante neue Regelung. Rösler schrieb in "Bild am Sonntag": "Der BlueCard-Beschluss ist hier ein klares Signal: Bei uns sind kluge Köpfe willkommen. Wir wollen ein System der gesteuerten Zuwanderung." Hochqualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland könnten so leichter Fuß fassen. "Dafür hat die FDP lange gekämpft", so Rösler. Entscheidend sei darüber hinaus die "Willkommenskultur" in den Köpfen. Rösler: "Denn klar ist: Qualifizierte Zuwanderung ist eine Riesenchance für unser Land."
DEU / Arbeitsmarkt
01.04.2012 · 07:38 Uhr
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