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Kloster Ettal: Oberster Benediktiner verärgert über Erzdiözese

München (dts) - Der oberste Benediktiner, Abtprimas Notker Wolf, ist verärgert über die Aktivitäten der Erzdiözese München und Freising angesichts der Missbrauchsfälle im Benediktinerkloster Ettal. Angesprochen auf die Apostolische Visitation, sagte Wolf dem Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe, der Visitator könne dabei gleich auch die Rolle von Erzbischof Reinhard Marx thematisieren. Es müsse geklärt werden, "ob die Erzdiözese so mit einer Abtei umgehen kann, wie sie es jetzt tut, beispielsweise die Schließung der Schule anzudrohen, falls der Schulleiter nicht zurücktritt, ohne dass diesem das Geringste vorgeworfen werden kann". Auch im Falle des Abtes hätte sich der Erzbischof eigentlich an die Religionskongregation wenden müssen, so Wolf. Abt Barnabas Bögle und sein Stellvertreter Pater Maurus Kraß waren unter Druck von Erzbischof Marx von ihren Ämtern zurückgetreten, weil sie gegen strenge kirchliche Richtlinien verstoßen haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen, Missbrauchsfälle und Verdächtigungen im Kloster vertuscht zu haben.
DEU / Sexualstraftaten / Religion
06.03.2010 · 08:35 Uhr
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