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Klitschko wirft Janukowitsch persönliche Bereicherung vor

Kiew (dts) - Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klischko hat dem ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch persönliche Motive bei seinem Abkommen mit Russland vorgeworfen. Klitschko schreibt in der "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe): "Er verrät sein Land für billigeres Gas und billigere Kredite. Er verrät sein Land, das seit Wochen für Europa demonstriert und kein Abkommen mit Russland will. Er verrät sein Land, um sich selbst zu bereichern und als Diktator an der Macht zu bleiben."

Klitschko setzt große Hoffnungen auf Gespräche, die der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag in Polen führen will. Klitschko schreibt in dem Beitrag weiter: "Ich hoffe sehr, dass der neue deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier morgen bei seinem Besuch in Polen Wege findet, uns in einer der schwersten Krisen der Ukraine mit seiner Vermittlung weiterzuhelfen. Und doch ist eines klar: Wir Ukrainer müssen jetzt erst Recht die Massen mobilisieren, um den Präsidenten endlich zum Rücktritt zu zwingen!" Mit emotionalen Worten beschreibt Klitschko in dem Beitrag das vorläufige Ende seiner Box-Karriere. Klitschko schreibt: "Klar, in meiner zweiten Heimat Deutschland gab es auch ein paar enttäuschte Reaktionen, dass ich vorerst nicht mehr boxen werde. Aber auch meine deutschen Freunde verstehen, dass dieser Kampf hier gerade wichtiger ist. Mein Bruder Wladimir, der derzeit jeden Tag mit mir am Maidan demonstriert, wird den Namen Klitschko weiter in den internationalen Boxarenen hochalten und seine Weltmeister-Titel verteidigen. Mein Traum ist, dass ich eines Tages als Präsident einer freien Ukraine am Ring meinen Bruder anfeuern kann."
Politik / Ukraine / Proteste
18.12.2013 · 00:00 Uhr
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