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Klimagipfel: China und Brasilien blockieren Gespräche

Kopenhagen (dts) - Der Kopenhagener Klimagipfel droht zwei Tage vor seinem Ende zu scheitern. Nachdem die Gespräche bereits seit einigen Tagen als festgefahren gelten, haben China und Brasilien in der Nacht die Teilnahme an informellen Verhandlungen verweigert. Die Vertreter aus Peking sollen Berichten zufolge ein "operatives Abkommen" mittlerweile für ausgeschlossen halten und mit einem Ergebnis in Form einer kurzen Absichtserklärung rechnen. Auch von Seiten der Entwicklungsländer sind seit einigen Tagen kritische Stimmen zu hören. So fühlten sich die Vertreter in den Verhandlungen übergangen und zweifelten den Sinn weiterer Gespräche an. Am Montag hatte eine Gruppe von Vertretern der Entwicklungsländer angeführt durch die afrikanischen Delegationen aus Protest die Gespräche verlassen. Am Rande der Verhandlungen war es zudem wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen, mehrere hundert Personen wurden festgenommen. Der Klimagipfel war am 7. Januar gestartet. Vertreter internationaler Staaten hatten sich auf ein Nachfolgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verständigen wollen. Ein entsprechender Entwurf sollte bereits am vergangenen Wochenende vorliegen und in der heute beginnenden Schlussphase der Konferenz unterzeichnet werden, zu einer Einigung kam es bislang allerdings nicht. Bis morgen werden 120 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter auch US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Dänemark / Klima / Konferenz
17.12.2009 · 09:11 Uhr
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