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Klimaforscher mahnen eindringlich zum Handeln

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Potsdam (dpa) - Ein halbes Jahr vor dem Klimagipfel in Kopenhagen fordern weltweit führende Klimaforscher die Politiker eindringlich zu wirksamen Schritten auf. «Nicht-Handeln ist nicht zu entschuldigen.»

Dies schreibt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zur Präsentation eines Konferenzberichts in Brüssel. Die Erderwärmung, der Meeresspiegelanstieg und die Extremwetter- Ereignisse lägen bereits jetzt weit außerhalb der natürlichen Schwankungsbreite.

Künftig werde die Landnutzung den Bedarf von rund neun Milliarden Menschen nach Nahrung und Pflanzenfasern, Energie, Infrastruktur und Naturschutz decken müssen ­ auf einer nicht erweiterbaren Fläche, schreiben die Klimaforscher. Nach PIK-Analysen könnten jedoch noch mehr Menschen ernährt werden, wenn an optimalen Standorten die am besten geeigneten Pflanzensorten angebaut würden «und es keine Beschränkungen des Nahrungsmittelhandels durch Protektionismus gäbe». Heute leben 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde.

Der Bericht fasst das Wissen zusammen, das im vergangenen März auf einem wissenschaftlichen Klimakongress in Kopenhagen präsentiert wurde. Dort konnten rund 2500 Teilnehmer aus fast 80 Ländern mehr als 1400 wissenschaftliche Vorträge hören. «Der neueste Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse vermittelt einen Eindruck der großen Dringlichkeit, die, so hoffen wir, die Kopenhagen-Konferenz zu einem erfolgreichen Abschluss bringt», sagte PIK-Chef Hans Joachim Schellnhuber, der die Bundesregierung zu Fragen des Globalen Wandels berät. In Kopenhagen wird über ein Anschluss-Abkommen an das Kyoto-Protokoll verhandelt werden.

Umwelt / Klima
18.06.2009 · 17:01 Uhr
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