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Kletterverbot auf Ayers Rock in Australien

Der weltberühmte Ayers Rock soll für Kletterer geschlossen werden.
Sydney (dpa) - Eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens, der riesige Sandstein Uluru oder Ayers Rock in der zentralaustralischen Wüste soll für Kletterer für immer geschlossen werden. Die Nationalparkbehörde will damit den Ureinwohnern entgegenkommen, die den Stein als heilige Stätte verehren.

Der Plan löste am Mittwoch eine hitzige Debatte aus. Der Uluru zieht jedes Jahr 350 000 Besucher an. Ein Drittel klettert auf den drei Kilometer langen, 347 Meter hohen Stein rund 440 Kilometer südlich von Alice Springs. Der zuständige Tourismusminister Chris Burns ist gegen die Pläne. «Wir haben eine vollständige Schließung nie befürwortet und dabei bleiben wir», sagte er.

Doch die Ureinwohner der Region, die Mutitjulu, setzen sich seit 1985 für die Absperrung des Gebiets um den Uluru ein. «Man kann nicht auf den Vatikan klettern und auch nicht auf buddhistische Tempel», sagte ihr Sprecher Vince Forrester im Rundfunk. «Genauso muss man auch andere religiöse Stätten respektieren.»

Die Mutitjulu bitten Besucher schon heute, Abstand zu halten. Nach den Plänen soll der Zugang ab Oktober 2011 aber formell gesperrt werden. Die Formation entstand wahrscheinlich vor mehr als 500 Millionen Jahren durch Verklumpung von Sedimenten, die später durch Erdbewegungen nach oben gedrückt wurden. Der Uluru gehörte vermutlich zu einer Kette von Erhebungen, die durch Erosion verschwunden sind. Das Gestein hat einen hohen Eisengehalt und ist deshalb rot.

Freizeit / Australien
08.07.2009 · 10:34 Uhr
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