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Kirchenvolksbewegung kritisiert Krisenmanagement der katholischen Kirche

Leipzig (dts) - Die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" hat im Zusammenhang mit immer neu bekannt werdenden Missbrauchsfällen das Krisenmanagement der katholischen Kirche kritisiert. Es würde nicht reichen, die Täter zu "dämonisieren" und zu fragen, welcher Bischof am härtesten durchgreife. "Es muss endlich die Systemfrage gestellt werden, wie so etwas möglich sein konnte und warum es so lange verschwiegen wurde", sagte der Sprecher des Bundesteams, Christian Weisner, der "Leipziger Volkszeitung" (Samstagausgabe). Wie es zu den zahlreichen Missbrauchsfällen kommen konnte, begründete Weisner unter anderem mit strengen hierarchischen Strukturen innerhalb der katholischen Kirche, einer rigiden Sexualmoral und einem überhöhten Priesterbild. "Wir brauchen eine ganz andere Kultur des Hinsehens, damit sich nicht die Opfer als schuldbeladen fühlen", so Weisner.
DEU / Religion / Sexualstraftaten
05.03.2010 · 18:02 Uhr
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